Leitweg-ID einfach erklärt

Die Leitweg-ID ist ein Identifikator zur Adressierung elektronischer Rechnungen an öffentliche Stellen in Deutschland.

Die Leitweg-ID wurde für die Adressierung öffentlicher Rechnungsempfänger in Deutschland entwickelt. Im Standard XRechnung kann sie als Käuferreferenz in BT-10 verwendet werden. Für Rechnungen im Geltungsbereich der ERechV des Bundes gehört sie zu den zusätzlich erforderlichen Angaben.

Eine Leitweg-ID besteht aus:

  1. Grobadressierung mit 2 bis 12 Ziffern,
  2. optionaler Feinadressierung mit bis zu 30 zulässigen Zeichen,
  3. zweistelliger Prüfziffer nach ISO/IEC 7064 Mod 97-10.

Ob eine bestimmte öffentliche Stelle eine Leitweg-ID nutzt, ergibt sich aus ihren Vorgaben. Die ID wird vom Rechnungsempfänger bereitgestellt und sollte nicht vom Rechnungssteller selbst erzeugt werden.

Bedeutung in der Praxis

Für XRechnung im B2B-Bereich ist keine Leitweg-ID erforderlich. BT-10 bleibt dort dennoch verpflichtend und enthält die vom Käufer vorgegebene Referenz; wenn keine Referenz festgelegt wurde, nennt die BMF-FAQ als umsatzsteuerlich möglichen Platzhalter beispielsweise einen Bindestrich.

Häufige Fragen zu Leitweg-ID

?Woher kommt die Leitweg-ID?

Der öffentliche Auftraggeber teilt sie dem Rechnungssteller üblicherweise mit den Auftrags- oder Rechnungsinformationen mit.

?Benötigt jede Rechnung an eine deutsche Behörde eine Leitweg-ID?

Nein, die Vorgaben unterscheiden sich nach Rechtsbereich, Empfänger und Eingangsweg. Für Bundesrechnungen nach ERechV ist sie grundsätzlich erforderlich; bei anderen öffentlichen Stellen sind deren konkrete Vorgaben maßgeblich.

Offizielle Quellen

Fachlich geprüft am

Bereit für die Praxis?

Übersetzen Sie das Wissen direkt in echte E-Rechnungen.

Zum XRechnung-Konverter