XRechnung einfach erklärt

XRechnung ist der deutsche Standard für strukturierte elektronische Rechnungen und wird insbesondere im Rechnungsaustausch mit öffentlichen Auftraggebern eingesetzt.

XRechnung ist eine deutsche CIUS der EN 16931 mit einer ergänzenden Extension. Eine XRechnung wird als strukturierte XML-Datei in UBL- oder CII-Syntax übermittelt. Anders als ein hybrides ZUGFeRD-Dokument enthält sie grundsätzlich keine eingebettete visuelle PDF-Rechnung.

Die Käuferreferenz BT-10 ist in XRechnung verpflichtend. Bei Rechnungen an öffentliche Stellen wird dort häufig die Leitweg-ID erwartet. Im B2B-Bereich ist keine Leitweg-ID vorgeschrieben; der Empfänger kann eine andere Referenz verlangen. Nach der BMF-FAQ kann umsatzsteuerlich auch ein Platzhalter ausreichen, wenn kein Bezeichner festgelegt wurde.

XRechnung erfüllt als Standard die deutschen Anforderungen ihres vorgesehenen Anwendungskontexts. Daraus folgt nicht, dass jeder ausländische Empfänger oder jedes ausländische Portal XRechnung als nationale Ausprägung akzeptieren muss.

Bedeutung in der Praxis

Seit 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. XRechnung ist dafür ein zulässiges Format, aber nicht das einzige: Auch geeignete ZUGFeRD-Profile und vereinbarte interoperable Formate können die Voraussetzungen erfüllen.

Häufige Fragen zu XRechnung

?Kann XRechnung im B2B-Bereich verwendet werden?

Ja. Die beteiligten Unternehmen sollten jedoch die Käuferreferenz, den Übertragungsweg und weitere Empfängeranforderungen abstimmen.

?Wie lässt sich eine XRechnung lesen?

Die XML-Datei kann technisch direkt geöffnet werden. Für eine übersichtliche menschenlesbare Darstellung ist ein Viewer sinnvoll.

Offizielle Quellen

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