Was ist Peppol (Pan-European Public Procurement Online)?
Ein sicheres, internationales Übertragungsnetzwerk für den elektronischen Austausch von E-Rechnungen und Geschäftsdokumenten.
Peppol ist nicht einfach noch ein Rechnungsformat, sondern ein Infrastruktur-Netzwerk. Stellen Sie sich Peppol wie das Mobilfunknetz für E-Rechnungen vor.
Es löst das größte Problem des elektronischen Rechnungsaustauschs: Wie kommt die sichere XML-Datei vom Sender zum Empfänger, ohne auf unsichere E-Mails angewiesen zu sein? Peppol nutzt das 4-Corner-Modell:
- Der Sender übergibt die Rechnung an seinen Access Point (AP).
- Dieser AP sucht über ein zentrales Adressbuch (SMP/SML), welcher AP für den Empfänger zuständig ist.
- Die Übertragung erfolgt verschlüsselt zwischen den Access Points.
- Der Empfänger erhält die Rechnung in sein ERP-System.
Peppol nutzt eigene Datenformate, genauer gesagt Peppol BIS (Business Interoperability Specifications), welche auf der EN 16931 und UBL basieren.
Warum das 2026 wichtig ist
Während in Deutschland E-Rechnungen im B2B-Bereich bis 2026 noch oft als XML per E-Mail ausgetauscht werden, geht der Trend massiv in Richtung Peppol. In Ländern wie Belgien ist der Rechnungsversand über das Peppol-Netzwerk im B2B-Sektor seit 2026 sogar gesetzlich verpflichtend.
Häufige Fragen zu Peppol (Pan-European Public Procurement Online)
?Wie versende ich Rechnungen über Peppol?
Sie können sich nicht einfach eine Peppol-Software herunterladen. Sie benötigen einen zertifizierten 'Access Point Provider' (Dienstleister), an den Sie sich anbinden und der Ihre Rechnungen in das Netzwerk routet.
?Ist Peppol Pflicht in Deutschland?
Im B2B-Bereich noch nicht (im Gegensatz zu z.B. Belgien). Für Rechnungen an den deutschen Staat (B2G) wird Peppol als Übertragungsweg jedoch akzeptiert und stark empfohlen.
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