Was ist ViDA (VAT in the Digital Age)?

Eine EU-weite Initiative zur Modernisierung des Mehrwertsteuersystems, die E-Reporting und E-Invoicing grenzüberschreitend zur Pflicht macht.

ViDA (VAT in the Digital Age) ist ein massives Gesetzespaket der Europäischen Kommission. Ziel ist es, den Mehrwertsteuerbetrug in der EU massiv einzudämmen und das Steuerrecht an die Plattformökonomie anzupassen. Die Finanzminister der EU haben sich im Herbst 2024 auf die endgültige Fassung geeinigt.

ViDA besteht aus drei großen Säulen:

  1. Digitale Meldepflichten: Nationale E-Rechnungspflichten werden vereinfacht, und seit 2030 (voraussichtlich) wird eine EU-weite Pflicht für innergemeinschaftliche E-Rechnungen ("E-Reporting") eingeführt.
  2. Plattformökonomie: Plattformen (wie Uber, Airbnb) werden verstärkt in die Mehrwertsteuer-Erhebungspflicht genommen.
  3. One Stop Shop (OSS): Weiterer Ausbau der einheitlichen Mehrwertsteuerregistrierung, um Unternehmen die B2C-Abrechnung in anderen EU-Ländern zu erleichtern.

Warum das 2026 wichtig ist

Die deutsche E-Rechnungspflicht 2025 ist faktisch die nationale Vorstufe zu ViDA. Die EU erlaubt Mitgliedsstaaten durch ViDA nun, nationale E-Rechnungspflichten vorzuziehen, ohne erst komplizierte EU-Ausnahmeregelungen zu beantragen.

Häufige Fragen zu ViDA (VAT in the Digital Age)

?Gilt ViDA schon 2025?

Nein, die großen, EU-weiten Meldepflichten von ViDA für den grenzüberschreitenden B2B-Handel treten voraussichtlich erst 2030 in Kraft. Die deutsche E-Rechnungspflicht seit 2025 ist ein nationales Gesetz, orientiert sich aber an der ViDA-Architektur.


Bereit für die Praxis?

Übersetzen Sie das Wissen direkt in echte E-Rechnungen.

Zum XRechnung-Konverter