BT-84: Zahlungskonto-Kennung
BT-84 ist die Zahlungskonto-Kennung, in der Praxis meist die IBAN des Zahlungsempfängers. Dieses Feld wirkt direkt auf Zahlungsfähigkeit und Vertrauen, denn schon kleine Formatfehler blockieren Freigaben oder führen zu manuellen Rückfragen.
Pflicht, Definition und Praxiskontext
Das Feld ist nicht in jeder Rechnung Pflicht, kann aber für Routing, Steuerlogik oder saubere Folgeprozesse trotzdem entscheidend sein.
[BR-50]-A Payment account identifier (BT-84) shall be present if Credit transfer (BG-17) information is provided in the Invoice.
Offizielle Regelreferenzen (validator v2026-01-31, schematron v2.5.0): BR-50, BR-61, BR-DE-19
- Es beeinflusst Zahlungsfreigabe, Fälligkeit und die operative Abwicklung beim Empfänger.
- Optional heißt in der XRechnung nicht automatisch unwichtig: Viele Empfängerprozesse nutzen das Feld trotzdem operativ.
- Kennungen sollten exakt aus dem führenden System übernommen und nicht nachträglich formatiert werden.
Typische Fehler bei BT-84
- Das Feld als optional zu behandeln, obwohl der jeweilige Empfängerprozess oder Sonderfall es faktisch benötigt.
- Kennungen mit Leerzeichen, Zusätzen oder veralteten Codes aus Vorsystemen zu übernehmen.
- Abhängige Felder und verbundene Regeln nicht gemeinsam zu prüfen, obwohl genau dort viele Validator-Fehler entstehen.
Werte, Format und Eingabehinweise
- Wert ohne dekorative Leerzeichen, Zusätze oder UI-Formatierung übernehmen.
- Nur offiziell erwartete Codes, Schemes oder Kennungen aus dem Vorsystem verwenden.
- Abhängige Felder wie Scheme, Referenz oder gekoppelte IDs mitprüfen.
XML-Mapping für UBL und CII
cac:PaymentMeans[cbc:PaymentMeansCode='30' or cbc:PaymentMeansCode='58']/cac:PayeeFinancialAccount//ram:SpecifiedTradeSettlementPaymentMeans[ram:TypeCode='30' or ram:TypeCode='58']/ram:PayeePartyCreditorFinancialAccountOriginalregeln und deutsche Einordnung
Originaltext bleibt als Referenz sichtbar[BR-50|fatal|EN16931-UBL] [BR-50]-A Payment account identifier (BT-84) shall be present if Credit transfer (BG-17) information is provided in the Invoice.
[BR-61|fatal|EN16931-UBL] [BR-61]-If the Payment means type code (BT-81) means SEPA credit transfer, Local credit transfer or Non-SEPA international credit transfer, the Payment account identifier (BT-84) shall be present.
[BR-50|fatal|EN16931-CII] [BR-50]-A Payment account identifier (BT-84) shall be present if Credit transfer (BG-16) information is provided in the Invoice.
Verwandte BT-Felder mit direktem Einfluss
Zahlungsmittel-Code
BT-81 setzt den Zahlungskanal der Rechnung als standardisierten Code fest. Damit weiß der Empfänger sofort, ob Überweisung, Lastschrift oder ein anderer Zahlungsweg fachlich erwartet wird.
Zahlungskonto-Name
BT-85 steht in der XRechnung für Zahlungskonto-Name. Es ist für Steuerlogik, Summenprüfung und länderspezifische Vorgaben der XRechnung relevant. Das Feld ist nicht immer verpflichtend, beeinflusst aber oft Annahme, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung. Texte sollten fachlich präzise sein und keine leeren Platzhalter oder PDF-Reste enthalten.
Zahlungsdienstleister-Kennung
BT-86 überträgt die Kennung des Zahlungsdienstleisters, typischerweise den BIC oder ein vergleichbares Identifikationsmerkmal. Das Feld ist nicht in jedem Szenario nötig, kann in bestimmten CIUS-Varianten aber ausdrücklich unerwünscht oder regelgebunden sein.
Fälliger Zahlungsbetrag
BT-115 zeigt den tatsächlich fälligen Zahlungsbetrag nach Steuern, Zahlungen und Rundungen. Genau dieser Wert steuert die Kreditorenbuchung und muss deshalb mathematisch sauber an BT-112, BT-113 und BT-114 anschließen.
Aus Theorie sofort eine valide XML machen
Nutze BT-84 nicht nur als Nachschlagepunkt. Prüfe den Feldwert direkt im Generator oder lass bestehende XMLs gegen die KoSIT-Regeln validieren, bevor der Empfänger ablehnt.
FAQ zu BT-84 vor dem XML-Versand
Antworten zu Kategorie, Pflichtgrad und typischen Validator-Fallen auf Basis offizieller XRechnung- und Peppol-Quellen.
Wie trage ich BT-84 Zahlungskonto-Kennung korrekt in der XRechnung ein?Aufklappen
Für BT-84 gelten immer der offizielle Feldbegriff, der Datentyp Identifier und die Kardinalität 0..1. 0..1 bedeutet für BT-84 höchstens einmal. Der Wert muss maschinenlesbar im XML stehen und darf nicht nur im PDF sichtbar sein. Kennungen unverändert aus dem führenden System übernehmen und nicht mit Leerzeichen, Präfixen oder UI-Texten verfälschen. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-81, BT-85, BT-86 und BT-115.
Was muss ich bei BT-84 in der Kategorie Zahlungsdaten besonders beachten?Aufklappen
BT-84 gehört zur Kategorie Zahlungsdaten. Offizielle Modelle erwarten hier strukturierte Zahlungsangaben statt Freitext, etwa Zahlungsart, Konto oder Fälligkeit. Wer diese Werte nur im PDF oder mit hausinternen Kürzeln liefert, riskiert Rückfragen, Fehlrouting oder einen nicht ausführbaren Zahlungslauf. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-50, BR-61 und BR-DE-19.
Wann sollte BT-84 trotz Optional-Status trotzdem gesetzt werden?Aufklappen
Optional heißt in XRechnung nicht nebensächlich. Setze BT-84, wenn der konkrete Geschäftsfall, der Empfängerprozess oder gekoppelte Daten es fachlich verlangen. Sobald das Feld im XML auftaucht, muss es vollständig, fachlich passend und regelkonform befüllt sein. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-81, BT-85, BT-86 und BT-115.
Wann darf BT-84 leer bleiben und wann löst es Folgeprüfungen aus?Aufklappen
BT-84 kann leer bleiben, wenn Ihr Szenario die Angabe nicht benötigt und kein Empfänger sie vorgibt. Sobald Sie das Feld jedoch setzen, greifen die offiziellen Format-, Kardinalitäts- und Kopplungsregeln. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-50, BR-61 und BR-DE-19.