BT-6: Währungscode für die MwSt.-Buchhaltung
BT-6 wird nur in Spezialfällen genutzt, ist dann aber fachlich heikel: Die MwSt.-Buchhaltungswährung koppelt Steuerbeträge an ein zweites Währungsschema. Wer das Feld setzt, muss die dazugehörigen Steuerbeträge sauber in BT-111 mitliefern.
Pflicht, Definition und Praxiskontext
Das Feld ist nicht in jeder Rechnung Pflicht, kann aber für Routing, Steuerlogik oder saubere Folgeprozesse trotzdem entscheidend sein.
[BR-53]-If the VAT accounting currency code (BT-6) is present, then the Invoice total VAT amount in accounting currency (BT-111) shall be provided.
Offizielle Regelreferenzen (validator v2026-01-31, schematron v2.5.0): BR-53, PEPPOL-EN16931-R054
- Es steuert zentrale Kopfdaten der XRechnung und wird in Annahme- und Routingprozessen besonders früh geprüft.
- Optional heißt in der XRechnung nicht automatisch unwichtig: Viele Empfängerprozesse nutzen das Feld trotzdem operativ.
- Kennungen sollten exakt aus dem führenden System übernommen und nicht nachträglich formatiert werden.
Typische Fehler bei BT-6
- Das Feld als optional zu behandeln, obwohl der jeweilige Empfängerprozess oder Sonderfall es faktisch benötigt.
- Kennungen mit Leerzeichen, Zusätzen oder veralteten Codes aus Vorsystemen zu übernehmen.
- Abhängige Felder und verbundene Regeln nicht gemeinsam zu prüfen, obwohl genau dort viele Validator-Fehler entstehen.
Werte, Format und Eingabehinweise
- Wert ohne dekorative Leerzeichen, Zusätze oder UI-Formatierung übernehmen.
- Nur offiziell erwartete Codes, Schemes oder Kennungen aus dem Vorsystem verwenden.
- Abhängige Felder wie Scheme, Referenz oder gekoppelte IDs mitprüfen.
XML-Mapping für UBL und CII
ram:ApplicableHeaderTradeSettlementOriginalregeln und deutsche Einordnung
Originaltext bleibt als Referenz sichtbar[BR-53|fatal|EN16931-UBL] [BR-53]-If the VAT accounting currency code (BT-6) is present, then the Invoice total VAT amount in accounting currency (BT-111) shall be provided.
[BR-53|fatal|EN16931-CII] [BR-53]-If the VAT accounting currency code (BT-6) is present, then the Invoice total VAT amount in accounting currency (BT-111) shall be provided.
[PEPPOL-EN16931-R054|fatal|XR-CII] Only one tax total amount must be provided where currency id equals tax currency code, if tax currency code (BT-6) is provided.
Verwandte BT-Felder mit direktem Einfluss
Rechnungswährung
BT-5 legt die Rechnungswährung für nahezu alle Beträge der XRechnung fest. Sobald hier ein falscher oder uneinheitlicher Code landet, reißen Summen-, Steuer- und Codelistenprüfungen gleichzeitig auf.
Gesamte USt
BT-110 fasst die gesamte Umsatzsteuer der Rechnung zusammen und verbindet Positionslogik mit den steuerlichen Summen auf Dokumentenebene. Schon kleine Rundungsfehler oder inkonsistente Steuersätze schlagen hier sofort sichtbar durch.
Gesamte Umsatzsteuer in Buchhaltungswährung
BT-111 steht in der XRechnung für Gesamte Umsatzsteuer in Buchhaltungswährung. Es ist für Steuerlogik, Summenprüfung und länderspezifische Vorgaben der XRechnung relevant. Das Feld ist nicht immer verpflichtend, beeinflusst aber oft Annahme, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung. Texte sollten fachlich präzise sein und keine leeren Platzhalter oder PDF-Reste enthalten.
Rechnungs-Gesamtbetrag mit Umsatzsteuer
BT-112 ist der Rechnungs-Gesamtbetrag inklusive Umsatzsteuer und damit der Wert, den Empfänger intern gegen Bestellung, Freigabe und Zahlung spiegeln. Falsche Summen hier ruinieren Vertrauen und Validierung gleichzeitig.
Aus Theorie sofort eine valide XML machen
Nutze BT-6 nicht nur als Nachschlagepunkt. Prüfe den Feldwert direkt im Generator oder lass bestehende XMLs gegen die KoSIT-Regeln validieren, bevor der Empfänger ablehnt.
FAQ zu BT-6 vor dem XML-Versand
Antworten zu Kategorie, Pflichtgrad und typischen Validator-Fallen auf Basis offizieller XRechnung- und Peppol-Quellen.
Wie trage ich BT-6 Währungscode für die MwSt.-Buchhaltung korrekt in der XRechnung ein?Aufklappen
Für BT-6 gelten immer der offizielle Feldbegriff, der Datentyp Identifier und die Kardinalität 0..1. 0..1 bedeutet für BT-6 höchstens einmal. Der Wert muss maschinenlesbar im XML stehen und darf nicht nur im PDF sichtbar sein. Kennungen unverändert aus dem führenden System übernehmen und nicht mit Leerzeichen, Präfixen oder UI-Texten verfälschen. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-5, BT-110, BT-111 und BT-112.
Was muss ich bei BT-6 in der Kategorie Kopfdaten besonders beachten?Aufklappen
BT-6 gehört zur Kategorie Kopfdaten und damit zu den Angaben, die Routing, Grundvalidierung und Dokumentidentität am frühesten steuern. Fehler bei Rechnungsnummer, Datum, Typ, Spezifikationskennung oder Währung führen oft schon vor Positions- und Steuerprüfung zu Rückweisungen. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-53 und PEPPOL-EN16931-R054.
Wann sollte BT-6 trotz Optional-Status trotzdem gesetzt werden?Aufklappen
Optional heißt in XRechnung nicht nebensächlich. Setze BT-6, wenn der konkrete Geschäftsfall, der Empfängerprozess oder gekoppelte Daten es fachlich verlangen. Sobald das Feld im XML auftaucht, muss es vollständig, fachlich passend und regelkonform befüllt sein. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-5, BT-110, BT-111 und BT-112.
Wann darf BT-6 leer bleiben und wann löst es Folgeprüfungen aus?Aufklappen
BT-6 kann leer bleiben, wenn Ihr Szenario die Angabe nicht benötigt und kein Empfänger sie vorgibt. Sobald Sie das Feld jedoch setzen, greifen die offiziellen Format-, Kardinalitäts- und Kopplungsregeln. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-53 und PEPPOL-EN16931-R054.