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XRechnung an den Bund (B2G): Der ultimative ZRE Portal Guide

Wie lädt man eine XRechnung beim Bund hoch? Die genaue Anleitung zum ZRE und OZG-RE, dem Unterschied der Leitweg-IDs (991 vs. 992) und dem 15 MB Limit.

RechneX Redaktion14. Februar 20264 Min. Lesezeit

ZRE & OZG-RE Guide: XRechnung an den Bund übermitteln

Wer einen Auftrag für ein deutsches Ministerium oder eine angegliederte Bundesbehörde erfolgreich ausführt, scheitert am Ende allzu oft an der finalen Hürde: Der Rechnungszustellung.

Wer im Jahre 2026 eine Rechnung PDF Datei per Mail an "rechnungseingang@bund.de" schicken will, bekommt in aller Regel nur einen automatisierten "Bounce" (Ausschluss) vom SMTP-Server der Regierung zurück. Die Einreichung von echten XRechnungen in XML (nicht ZUGFeRD) für die Bundesverwaltung ist strikt an Webportale oder Peppol-Routen gebunden.
Wenn Sie den kompletten Behörden-Workflow mit Leitweg-ID, XRechnung und Portal-Upload kompakt suchen, gehen Sie direkt zu Öffentliche Auftraggeber.

Dieser Guide entschlüsselt das Labyrinth vor dem Rechnungsupload.

Die erste Weiche: ZRE oder OZG-RE?

Es gibt für offizielle Bundesaufträge nicht "ein" zentrales Portal, sondern zwei grundverschiedene Instanzen. Ihr stärkster Detektiv ist Ihre Leitweg-ID.

1. Das ZRE (Zentrales Rechnungseingangsportal)

Zuständigkeit: Die unmittelbare* Bundesverwaltung (Verteidigungsministerium, Bundeskanzleramt, das Beschaffungsamt der Bw, etc.). * Erkennungsmerkmal: Die Leitweg-ID beginnt auf dem Auftrag immer zwingend mit 991.... * Domain: xrechnung.bund.de

2. Das OZG-RE (Onlinezugangsgesetz-Konformes Portal)

Zuständigkeit: Die mittelbare* Bundesverwaltung (Stiftungen, Anstalten des öffentlichen Rechts) sowie einige Bundesländer. * Erkennungsmerkmal: Die Leitweg-ID beginnt mit 992... (Oder spezifischen Länderkürzeln). * Domain: xrechnung-bdr.de

Hinweis: Verwechseln Sie bitte nie Portale. Wer eine 992 Leitweg-ID im ZRE (991) hochlädt, bekommt sofort einen Formatfehler der Leitweg-ID Routine und verbrennt unnötig Nerven.


Der perfekte Upload: In 4 Praxis-Schritten

Schritt 1: Login & BundID Registrierung

Der Staat erwartet Identifikation. Sie können sich via ELSTER-Unternehmenszertifikat oder der modernen BundID am Portal ausweisen (verbinden). Diese einmalige Anmeldung schaltet Ihr Dashboard als Firma frei.

Schritt 2: Der reine XML Upload

Navigieren Sie auf "Rechnung hochladen". Sie müssen an diesem Punkt über eine strukturierte XML-Datei verfügen. Den passenden Workflow dafür finden Sie auf unserer Seite Öffentliche Auftraggeber. Im ZRE gibt es auch die Variante "Web-Erfassung" (wo Sie die Rechnung wie ein Formular mühselig Zeile für Zeile per Hand eintippen). Dies provoziert massive Tippfehler. Laden Sie lieber Ihr vorgefertigtes, validiertes XML Dokument in den Server-Schlitz hoch.

Schritt 3: Achtung Anlage-Limits (Max 15 MB)

Haben Sie aufwendiges Aufmaß als Sub-Unternehmer im Handwerk oder riesige Baugrund-Skizzen in die XRechnung (direkt codiert via Base64 als PDF/A-3 Dateianhang) eingebettet? Die Maximale Dateigröße im Web-Upload beim Bund beträgt strenge 15 MB (inkl. der 200 maximal zulässigen Einzel-Anlagen!). Tipp: Wenn Baupläne das 15 MB Limit sprengen (bis max. 200 MB), erlaubt das Gesetz den Upload auf einem externen BDR/ZRE-Speicher, die Referenz auf das große Dokument muss dann in die XML der Rechnung geschrieben werden.

Schritt 4: Prüfen und Absenden (Nicht als Entwurf hängen lassen!)

Laden Sie die Datei hoch, durchläuft sie im ZRE sofort den Validator (Die KoSIT Check-Regeln wie BR-DE auf Summen etc.). Nur wenn diese Engine einen grünen Haken wirft (Ihre Netto/Brutto Beträge exakt schlüsselig zusammenpassen), wird die Datei akzeptiert. Typischer Anfängerfehler: Nach dem grünen Status vergessen viele, unten auf den Bestätigen & "Einreichen"-Button zu klicken. Die Rechnung verschimmelt sonst bis in alle Ewigkeit im "Entwurfs-Postfach" Ihres Profils.

Alternative Routen: Muss es das Portal sein?

Für Unternehmen mit hunderten Bundes-Ausgangsrechnungen sind manuelle Portal-Uploads wirtschaftlicher Totalschaden. Die Alternative ist das internationale Peppol Netzwerk.

Spezialisierte ERP-Software kann die Rechnungsdaten (über einen kostenpflichtigen Access Point) direkt und im Hintergrund ins elektronische Empfangszentrum des ZRE durchleiten, als wäre es eine System-zu-System Integration. Per Peppol steigen teilweise auch Limits. So sind bei der Übermittlung bis zu 100 Megabyte Rechnungsgröße inkl. Dokumente toleriert!

Fazit: Die 99% Fehlerquelle blockieren

Das ZRE und das OZG-RE sind sehr stabile, exzellente Portale des Bundes. Der Fehler liegt fast immer VOR dem Rechner. Und zwar in nicht-standardkonformen XRechnungen, deren Summen (BR-CO-17) oder Basis-Formularien zerfressen sind oder schlichtweg einer fehlenden Leitweg-ID BT-10.

Kämpfen Sie auf keinen Fall gegen das ZRE an, sondern optimieren Sie Ihr Ausgangs-XML.
👉 Zum kompletten B2G-Workflow für öffentliche Auftraggeber

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