XRechnung vs. ZUGFeRD: Welches E-Rechnungsformat passt zu Ihrem Unternehmen?
XRechnung oder ZUGFeRD? Diese Frage entscheidet in vielen Unternehmen darüber, ob E-Rechnungen reibungslos versendet, geprüft, gelesen und verarbeitet werden können. Seit der E-Rechnungspflicht 2025/2026 reicht eine normale PDF-Rechnung im B2B-Umfeld nicht mehr als E-Rechnung im gesetzlichen Sinne aus. Eine gültige E-Rechnung muss strukturierte Daten enthalten und elektronisch verarbeitet werden können.
Die kurze Antwort lautet: Es gibt kein pauschal besseres Format. XRechnung und ZUGFeRD/Factur-X basieren beide auf dem europäischen Standard EN 16931. Entscheidend ist, wer die Rechnung empfängt und wie der Prozess danach weiterläuft.
Für Behörden und viele B2G-Prozesse ist XRechnung meist die sichere Wahl. Für B2B-Rechnungen zwischen Unternehmen ist ZUGFeRD häufig praktischer, weil es eine lesbare PDF-Rechnung mit eingebetteten XML-Daten verbindet. Genau deshalb sollten Unternehmen nicht nur fragen: „Welches Format ist technisch korrekt?“, sondern auch: „Welches Format akzeptiert mein Empfänger, mein ERP-System, mein Steuerberater oder mein Rechnungseingangsprozess?“
PDF-Rechnung vorhanden?
Mit RechneX können Sie bestehende PDF-Rechnungen im Browser in XRechnung oder ZUGFeRD umwandeln, die Daten prüfen und die fertige E-Rechnung herunterladen.
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| Kriterium | XRechnung | ZUGFeRD / Factur-X |
|---|---|---|
| Dateityp | Reine XML-Datei | PDF/A-3 mit eingebetteter XML-Datei |
| Lesbarkeit für Menschen | Ohne Viewer schwer lesbar | Wie eine normale PDF-Rechnung lesbar |
| Maschinenlesbarkeit | Sehr gut | Sehr gut, wenn das richtige Profil genutzt wird |
| Typischer Einsatz | B2G, öffentliche Auftraggeber, Behördenportale, Peppol | B2B, Mittelstand, Buchhaltung, E-Mail-Versand, Archivierung |
| Sichtbares Layout | Kein eigenes Rechnungsdesign | Corporate Design und PDF-Layout bleiben sichtbar |
| Technische Grundlage | EN 16931, deutsche CIUS XRechnung | EN 16931, ZUGFeRD/Factur-X, meist CII-XML |
| Prüfung | Validator prüft XML und Geschäftsregeln | Validator prüft PDF/A-3, eingebettete XML und Profil |
| Geeignet für | Empfänger mit klaren XML-Prozessen | Empfänger, die PDF lesen und XML automatisiert verarbeiten möchten |
Was ist eine XRechnung?
Die XRechnung ist ein XML-basiertes Format für elektronische Rechnungen. Sie enthält Rechnungsdaten strukturiert und maschinenlesbar, aber keine visuelle PDF-Darstellung. Wer eine XRechnung öffnet, sieht ohne passenden Viewer technischen XML-Code.
Das ist kein Nachteil, sondern Absicht: XRechnung ist für automatisierte Verarbeitung gebaut. Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Verkäufer, Käufer, Steuern, Zahlungsdaten, IBAN, Leitweg-ID, Positionen und Gesamtbeträge stehen in klar definierten Feldern. Dadurch kann ein Rechnungseingangssystem die Daten prüfen, zuordnen und weiterverarbeiten.
Besonders wichtig ist XRechnung bei Rechnungen an öffentliche Auftraggeber. In der Bundesverwaltung wird die Leitweg-ID im Feld BT-10 als Käuferreferenz verwendet. Sie sorgt dafür, dass eine elektronische Rechnung an die richtige Behörde beziehungsweise an das richtige interne Freigabesystem weitergeleitet wird. Mehr dazu finden Sie im Beitrag zur Leitweg-ID für Architekten, Ingenieure und Behördenrechnungen.
Typische Einsatzfälle für XRechnung:
- Rechnungen an Behörden und öffentliche Auftraggeber
- B2G-Rechnungen über ZRE, OZG-RE oder Peppol
- Rechnungsempfänger mit reinem XML-Eingang
- automatisierte Validierung gegen XRechnung-Geschäftsregeln
- Prozesse, bei denen das sichtbare PDF-Layout nicht entscheidend ist
Was ist ZUGFeRD bzw. Factur-X?
ZUGFeRD ist ein hybrides E-Rechnungsformat. Die Rechnung sieht aus wie eine normale PDF-Datei, enthält aber zusätzlich strukturierte XML-Daten. Technisch handelt es sich um eine PDF/A-3-Datei mit eingebettetem XML. Dadurch verbindet ZUGFeRD zwei Welten: eine lesbare Rechnung für Menschen und maschinenlesbare Daten für Buchhaltung, ERP, DMS oder Steuerberatung.
Factur-X ist der französisch-deutsche Schwesterstandard zu ZUGFeRD. Aktuell wurden Factur-X 1.09 und ZUGFeRD 2.5 gemeinsam veröffentlicht. Beide Formate sind technisch eng miteinander verbunden und basieren auf dem europäischen Standard EN 16931. Weitere Grundlagen finden Sie im Glossar zu Factur-X und PDF/A-3.
Typische Einsatzfälle für ZUGFeRD:
- B2B-Rechnungen zwischen Unternehmen
- Rechnungen per E-Mail mit sichtbarem PDF-Layout
- Empfänger, die Rechnungen weiterhin visuell prüfen möchten
- Buchhaltungssysteme, die XML-Daten aus PDF/A-3 auslesen
- Archivierungsprozesse, bei denen PDF und strukturierte Daten gemeinsam abgelegt werden sollen
Der wichtigste rechtliche Unterschied: PDF-Bild und XML-Daten
Bei ZUGFeRD ist wichtig zu verstehen: Die PDF-Ansicht ist nicht mehr automatisch der führende Rechnungsteil. Das Bundesfinanzministerium stellt klar, dass bei hybriden E-Rechnungen seit Einführung der obligatorischen E-Rechnung der strukturierte Teil, also die XML-Daten, maßgeblich ist, wenn PDF-Bild und XML voneinander abweichen.
Das bedeutet in der Praxis:
- Die PDF-Rechnung darf gut aussehen, aber die XML-Daten müssen korrekt sein.
- Rechnungsnummer, Beträge, Steuersätze, Zahlungsdaten und Pflichtangaben müssen im strukturierten Teil stimmen.
- Ein schönes PDF rettet keine fehlerhafte E-Rechnung.
- Eine ZUGFeRD-Rechnung sollte vor dem Versand validiert und bei Bedarf visualisiert werden.
XRechnung 3.0.x und ZUGFeRD 2.5: Was ist 2026 aktuell?
Für die XRechnung ist 2026 die Linie XRechnung 3.0 relevant. XStandards Einkauf führt XRechnung 3.0.2 mit mehreren Bundles und Bugfix-Releases. Deshalb ist es sauberer, im Artikel nicht mehr pauschal von „XRechnung 3.0.1“ zu sprechen, sondern von XRechnung 3.0 beziehungsweise XRechnung 3.0.2, wenn es um den aktuellen Stand geht.
Bei ZUGFeRD/Factur-X ist 2026 vor allem die gemeinsame Veröffentlichung ZUGFeRD 2.5 / Factur-X 1.09 relevant. Wichtig bleibt aber: Für die deutsche E-Rechnungspflicht kommt es nicht auf den Marketingnamen an, sondern darauf, ob der strukturierte Teil die Anforderungen der EN 16931 erfüllt.
Weiterführende Quellen:
- BMF: Fragen und Antworten zur E-Rechnung
- XStandards Einkauf: Versionen und Bundles der XRechnung
- FeRD/FNFE: Factur-X 1.09 und ZUGFeRD 2.5
- E-Rechnung Bund: FAQ zur Bundesverwaltung und Leitweg-ID
ZUGFeRD-Profile: Warum das EN-16931-Profil so wichtig ist
ZUGFeRD kann unterschiedliche Profile enthalten. Diese Profile bestimmen, wie viele strukturierte Daten in der XML-Datei enthalten sind. Für einfache Anzeige- oder Erfassungsprozesse können reduzierte Profile technisch existieren. Für die E-Rechnungspflicht im deutschen B2B-Kontext sollte jedoch ein Profil genutzt werden, das die Anforderungen der EN 16931 erfüllt.
Die wichtigsten Profile im Überblick:
| Profil | Einordnung | Empfehlung |
|---|---|---|
| MINIMUM | Sehr reduzierter Datenumfang | Nicht als Zielprofil für rechtssichere B2B-E-Rechnungsprozesse planen |
| BASIC WL | Dokumentbezogene Basisdaten | Für automatisierte Pflichtprozesse meist nicht ausreichend |
| BASIC | Mehr Daten, aber nicht vollständiger EN-16931-Umfang | Nur einsetzen, wenn Empfänger es ausdrücklich akzeptiert |
| EN 16931 | Voller Kernumfang der europäischen Norm | Standardwahl für B2B-E-Rechnungen |
| EXTENDED | Zusätzliche Daten über EN 16931 hinaus | Für komplexere Branchen- und Industrieprozesse |
| XRECHNUNG-Profil | Annäherung an XRechnung-Anforderungen | Relevant, wenn Empfänger oder Prozess es vorsieht |
Mehr Details finden Sie im Glossar zu ZUGFeRD-Profilen.
Entscheidungsmatrix: Wann XRechnung, wann ZUGFeRD?
Die beste Formatentscheidung entsteht nicht aus Technikliebe, sondern aus dem Empfängerprozess. Nutzen Sie die folgende Matrix als erste Orientierung.
| Rechnungsempfänger | Empfohlenes Format | Begründung |
|---|---|---|
| Bundesbehörde oder öffentlicher Auftraggeber | XRechnung | Behördenprozesse erwarten häufig strukturierte XML-Daten, Leitweg-ID und strenge Validierung |
| Rechnung über ZRE, OZG-RE oder Peppol | XRechnung oder vom Empfänger vorgegebenes Format | Der Einreichungskanal und die Empfängervorgaben entscheiden |
| Mittelständischer B2B-Kunde | ZUGFeRD EN 16931 | PDF bleibt lesbar, XML ermöglicht Verarbeitung |
| Kunde mit eigener Buchhaltungssoftware | ZUGFeRD oder XRechnung nach Empfängervorgabe | Entscheidend ist, was das System importieren kann |
| Kunde verlangt ausdrücklich XRechnung | XRechnung | Empfängerwunsch geht vor |
| Kunde verlangt ausdrücklich ZUGFeRD | ZUGFeRD EN 16931 | Hybrid-PDF erfüllt Layout- und Datenanforderungen |
| Internationale Prozesse mit Factur-X-Kompatibilität | ZUGFeRD/Factur-X | Besonders relevant bei deutsch-französischen oder europäischen Workflows |
| Endkunden/B2C ohne B2B-Pflichtkontext | PDF oder anderes vereinbartes Format | Die B2B-E-Rechnungspflicht ist hier nicht der Standardfall |
B2G: Warum XRechnung bei Behörden oft die sichere Wahl ist
Bei Rechnungen an öffentliche Auftraggeber ist XRechnung in Deutschland besonders wichtig. Behördenprozesse arbeiten mit Leitweg-ID, Portalen wie OZG-RE, technischen Prüfungen und teilweise Peppol. Eine Rechnung wird nicht nur inhaltlich gelesen, sondern automatisiert adressiert, geprüft und weitergeleitet.
Für B2G-Rechnungen sollten Sie vor dem Versand klären:
- Welche Plattform nutzt der Auftraggeber?
- Wird XRechnung, ZUGFeRD oder ein bestimmter Peppol-Prozess verlangt?
- Welche Leitweg-ID wurde im Auftrag genannt?
- Ist BT-10 korrekt gefüllt?
- Sind Pflichtfelder wie Verkäufer, Käufer, Steuerangaben, Zahlungsdaten und Rechnungspositionen vollständig?
- Werden Anlagen, Leistungsnachweise oder Projektbezüge benötigt?
- Gibt es besondere Anforderungen an Dateigröße, Dateinamen oder Einreichungsweg?
B2B: Warum ZUGFeRD für Unternehmen oft der pragmatische Standard ist
Im B2B-Alltag zählen neben technischer Konformität auch Gewohnheit, Lesbarkeit und Prozessakzeptanz. Viele Unternehmen möchten weiterhin eine Rechnung sehen, prüfen, freigeben, intern weiterleiten oder archivieren können. Genau hier hat ZUGFeRD seine Stärke.
Ein ZUGFeRD-PDF kann wie bisher per E-Mail versendet, in einem DMS abgelegt und mit einem normalen PDF-Viewer geöffnet werden. Gleichzeitig kann die Buchhaltung oder das ERP-System die eingebettete XML-Datei auslesen und automatisiert weiterverarbeiten.
Das ist besonders hilfreich für:
- Handwerksbetriebe mit bestehenden PDF-Rechnungen
- Berater und Freelancer mit einfachen Ausgangsrechnungen
- Agenturen mit wichtigem Rechnungsdesign
- Onlineshops mit vielen Standardbelegen
- mittelständische Unternehmen mit ERP-Exporten
- Steuerkanzleien und Buchhaltungsabteilungen
- Unternehmen, die ihre Prozesse nicht sofort vollständig umstellen möchten
RechneX für Standardprozesse
Wenn Sie regelmäßig Standardrechnungen als PDF erzeugen, können Sie diese mit RechneX in XRechnung oder ZUGFeRD konvertieren, vor dem Download prüfen und anschließend versenden.
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Technischer Deep-Dive: UBL, CII, XML und PDF/A-3
XRechnung und ZUGFeRD wirken auf den ersten Blick völlig unterschiedlich. Technisch liegen sie aber näher beieinander, als viele denken.
Die EN 16931 beschreibt das semantische Datenmodell einer elektronischen Rechnung. Vereinfacht gesagt: Welche Informationen muss eine Rechnung strukturiert enthalten, damit sie maschinell verarbeitet werden kann?
Dieses Datenmodell kann in unterschiedlichen XML-Syntaxen umgesetzt werden. Besonders relevant sind:
- UBL: häufig bei XRechnung und Peppol-Prozessen
- CII: häufig bei ZUGFeRD/Factur-X
- PDF/A-3: Container für hybride ZUGFeRD-Rechnungen mit eingebetteter XML-Datei
Praxisbeispiele: So wählen Sie das richtige Format
Beispiel 1: Freelancer stellt Rechnung an ein mittelständisches Unternehmen
Ein IT-Freelancer schreibt eine Rechnung an einen B2B-Kunden. Der Kunde möchte die Rechnung per E-Mail erhalten, intern visuell prüfen und anschließend in der Buchhaltung verarbeiten.
Empfehlung: ZUGFeRD EN 16931
Begründung: Der Kunde kann das PDF lesen, während die Buchhaltung die XML-Daten nutzen kann.
Beispiel 2: Ingenieurbüro stellt Rechnung an eine Behörde
Ein Ingenieurbüro stellt eine Rechnung an einen öffentlichen Auftraggeber. Im Auftrag wurde eine Leitweg-ID angegeben.
Empfehlung: XRechnung
Begründung: Die Rechnung muss eindeutig adressiert, validiert und über den vorgesehenen Behördenprozess eingereicht werden. Die Leitweg-ID gehört in BT-10.
Beispiel 3: Agentur möchte ihr Rechnungsdesign behalten
Eine Agentur nutzt ein aufwendig gestaltetes PDF-Layout und möchte Kunden weiterhin eine optisch klare Rechnung senden.
Empfehlung: ZUGFeRD EN 16931
Begründung: ZUGFeRD erhält die sichtbare PDF-Rechnung und ergänzt die maschinenlesbaren XML-Daten. Wichtig ist, dass die XML-Daten mit dem PDF-Inhalt übereinstimmen.
Beispiel 4: ERP erzeugt viele Belege mit Sonderfällen
Ein Unternehmen erzeugt monatlich viele Rechnungen mit Abschlägen, Schlussrechnungen, Gutschriften, Storno, Factoring oder kundenspezifischen Pflichtfeldern.
Empfehlung: Enterprise-Workflow
Begründung: Bei wiederkehrenden Sonderfällen reicht ein einfacher Standardkonverter oft nicht aus. Hier sollten Belegarten, Steuerlogik, Empfängerregeln, Layouts, E-Mail-Versand, API-Anbindung und Fehlerhandling individuell abgebildet werden.
RechneX: XRechnung und ZUGFeRD erstellen, konvertieren und prüfen
RechneX ist eine Online-Plattform für E-Rechnungen in Deutschland. Sie können E-Rechnungen im Browser erstellen, vorhandene PDF-Rechnungen in XRechnung oder ZUGFeRD umwandeln, XML-Dateien prüfen und technische Rechnungsdaten lesbar anzeigen.
Wichtige RechneX-Funktionen:
- PDF zu XRechnung konvertieren
- PDF zu ZUGFeRD konvertieren
- XRechnung manuell erstellen
- ZUGFeRD manuell erstellen
- XRechnung validieren
- ZUGFeRD prüfen
- XML-Rechnungen lesbar anzeigen
- KoSIT-Validierung vor dem Download
- Daten im Editor kontrollieren und korrigieren
- Batch-Verarbeitung für Standardprozesse im Pro-Tarif
- Enterprise-Automatisierung für Sonderfälle und hohe Volumen
Pro oder Enterprise: Welche Lösung passt?
Für einzelne Tests, gelegentliche Vorgänge und erste Prüfungen können Sie RechneX kostenlos nutzen. Für regelmäßige Standardprozesse ist der Pro-Tarif vorgesehen. Für automatisierte Sonderfälle, hohe Volumen und Systemintegrationen ist Enterprise der richtige Weg.
Pro eignet sich, wenn Sie:
- regelmäßig Standard-PDF-Rechnungen konvertieren
- XRechnung oder ZUGFeRD selbst erstellen möchten
- Viewer und Validator häufig nutzen
- Standardprozesse ohne individuelle Sonderlogik haben
- Batch-Upload für mehrere PDF-Rechnungen benötigen
- keine komplette ERP-Umstellung starten möchten
Enterprise eignet sich, wenn Sie:
- hohe Rechnungsvolumen verarbeiten
- ERP-, CRM-, API- oder Shopsystem-Anbindungen benötigen
- Sonderfälle automatisiert abbilden müssen
- individuelle Layouts oder Empfängerregeln haben
- E-Mail-Weiterleitung oder E-Rechnungsversand automatisieren möchten
- Freigabeprozesse, Fehlerlisten und Monitoring benötigen
- SSO, White-Label, SLA oder persönliches Onboarding wünschen
- bestehende Systeme anbinden statt manuell hochladen möchten
Standardfall oder Sonderprozess?
Pro ist ideal für regelmäßige Standardrechnungen. Enterprise ist für Automatisierung, API, ERP-Anbindung, Shopsysteme, E-Mail-Weiterleitung, E-Rechnungsversand, Sonderfälle, Freigaben und hohe Volumen gedacht.
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Häufige Fehler bei der Formatwahl
Fehler 1: „Eine PDF ist doch auch elektronisch“
Eine PDF-Datei ist elektronisch, aber nicht automatisch eine E-Rechnung im gesetzlichen Sinne. Seit 2025 braucht eine E-Rechnung ein strukturiertes elektronisches Format, das elektronische Verarbeitung ermöglicht. Ein einfaches PDF ohne strukturierte Daten ist eine sonstige Rechnung.
Fehler 2: „ZUGFeRD ist nur ein PDF“
ZUGFeRD ist mehr als ein PDF. Es ist ein hybrides Format aus sichtbarer PDF/A-3-Rechnung und eingebetteter XML-Datei. Die XML-Daten sind der entscheidende maschinenlesbare Teil.
Fehler 3: „XRechnung ist immer besser“
XRechnung ist für Behörden und XML-Prozesse sehr stark. Im B2B-Alltag kann ZUGFeRD aber praktischer sein, weil es Menschen und Systeme gleichzeitig bedient.
Fehler 4: „Der Empfänger wird schon alles akzeptieren“
Das ist riskant. Fragen Sie bei wichtigen Kunden oder Behörden vorher nach, welches Format, welcher Übermittlungsweg und welche Pflichtangaben erwartet werden.
Fehler 5: „Validierung ist nur ein technisches Detail“
Eine nicht valide Rechnung kann abgelehnt werden. Validierung spart Rückfragen, Verzögerungen und manuelle Korrekturen. Besonders bei XRechnung, Peppol, Leitweg-ID, Steuerkategorien und Sonderfällen ist eine Prüfung vor dem Versand wichtig.
Checkliste: So entscheiden Sie richtig
Beantworten Sie vor dem Versand diese Fragen:
- Geht die Rechnung an eine Behörde oder an ein Unternehmen?
- Hat der Empfänger ein Format vorgegeben?
- Wird eine Leitweg-ID benötigt?
- Soll die Rechnung über E-Mail, Portal, Peppol, API oder ERP versendet werden?
- Muss ein sichtbares Rechnungsdesign erhalten bleiben?
- Können Empfänger oder Steuerberater ZUGFeRD auslesen?
- Sind Sonderfälle enthalten, zum Beispiel Gutschrift, Abschlag, Schlussrechnung, Reverse Charge oder Factoring?
- Müssen Anlagen, Leistungsnachweise oder Bestellreferenzen mitgeführt werden?
- Wurde die XML-Datei validiert?
- Stimmen sichtbarer PDF-Inhalt und strukturierter XML-Inhalt überein?
Fazit: XRechnung für klare Behördenprozesse, ZUGFeRD für pragmatische B2B-Prozesse
XRechnung und ZUGFeRD sind keine Gegner. Beide Formate erfüllen unterschiedliche Anforderungen im E-Rechnungsalltag.
XRechnung ist die richtige Wahl, wenn der Empfänger eine reine XML-Rechnung erwartet, wenn Sie an Behörden abrechnen oder wenn Portale, Leitweg-ID und strenge B2G-Prozesse im Mittelpunkt stehen.
ZUGFeRD/Factur-X ist oft die beste Wahl für B2B-Rechnungen, wenn Unternehmen weiterhin eine lesbare PDF-Rechnung benötigen und gleichzeitig strukturierte XML-Daten für die elektronische Verarbeitung bereitstellen möchten.
Für viele Unternehmen ist die beste Strategie deshalb nicht „entweder oder“, sondern ein flexibler Prozess: XRechnung für Behörden und XML-Pflichtprozesse, ZUGFeRD für viele B2B-Kunden, Validierung vor dem Versand und Enterprise-Automatisierung bei Volumen, Sonderfällen oder Systemintegration.
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Branche
Handwerker
E-Rechnung für Handwerker mit bestehender Handwerkersoftware, Word, Excel, Abschlagsrechnung, Aufmaß, Leitweg-ID und ZUGFeRD/XRechnung.
Branche
IT-Freelancer
E-Rechnung für IT-Freelancer: LaTeX, Markdown, PDF-Templates, Reverse Charge, internationale Kunden und schlanker Workflow ohne ERP-Wechsel.
Branche
Agenturen
E-Rechnung für Agenturen, Designer und Kreativdienstleister: PDF-Rechnungen aus InDesign, Lexware, sevDesk, Word oder Excel in ZUGFeRD oder XRechnung umwandeln – ohne neues Rechnungssystem.



