ZUGFeRD-Profile einfach erklärt

ZUGFeRD-Profile bestimmen den Umfang und die fachliche Detailtiefe des strukturierten Rechnungsdatensatzes.

ZUGFeRD/Factur-X unterscheidet fünf reguläre Profile:

  1. MINIMUM: stark reduzierter Datensatz ohne strukturierte Rechnungspositionen.
  2. BASIC WL: Buchungsdaten auf Dokumentebene ohne strukturierte Positionen.
  3. BASIC: Untermenge der EN 16931 mit strukturierten Rechnungspositionen für einfachere Fälle.
  4. EN 16931: vollständige Umsetzung des EN-16931-Kernmodells; früher als COMFORT bezeichnet.
  5. EXTENDED: erweitert EN 16931 für komplexere Geschäftsprozesse, etwa mehrere Lieferbezüge oder zusätzliche Angaben auf Positionsebene.

Daneben können Referenz- oder nationale Zusatzprofile bestehen, zum Beispiel XRECHNUNG. Für deren Nutzung gelten die jeweils referenzierten Spezifikationen und Empfängerbedingungen.

Bedeutung in der Praxis

Nach der BMF-Verwaltungsauffassung erfüllen ZUGFeRD-Rechnungen ab Version 2.0.1 mit Ausnahme von MINIMUM und BASIC-WL grundsätzlich die steuerlichen Voraussetzungen einer E-Rechnung. BASIC kann daher steuerlich genügen, ist aber keine vollständige EN-16931-Umsetzung. Wenn EN-16931-Konformität oder ein bestimmtes Empfängerprofil verlangt wird, ist das entsprechende Profil zu verwenden.

Häufige Fragen zu ZUGFeRD-Profile

?Reicht ZUGFeRD BASIC für eine deutsche B2B-E-Rechnung?

Nach der aktuellen BMF-Verwaltungsauffassung kann BASIC ab ZUGFeRD 2.0.1 grundsätzlich die steuerlichen Voraussetzungen erfüllen. Ob es fachlich ausreicht und vom Empfänger angenommen wird, muss zusätzlich geprüft werden.

?Welches Profil ist die sichere Standardwahl?

Für gewöhnliche B2B-Rechnungen ist EN 16931 meist die interoperabelste Wahl. EXTENDED ist sinnvoll, wenn zusätzliche strukturierte Angaben benötigt oder vom Empfänger verlangt werden.

Offizielle Quellen

Fachlich geprüft am

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