Schematron (Validierungsregeln) einfach erklärt
Schematron ist eine regelbasierte Validierungssprache, mit der fachliche Bedingungen und Zusammenhänge in XML-Dokumenten geprüft werden.
Bei der technischen Prüfung einer E-Rechnung ergänzen sich zwei Ebenen:
- XML-Schema (XSD): prüft erlaubte Elemente, Reihenfolge, Kardinalitäten und grundlegende Datentypen. So kann ein Schema beispielsweise kontrollieren, ob ein Rechnungsdatum wie BT-2 im technisch erwarteten Format vorliegt.
- Schematron: prüft kontextabhängige fachliche Regeln und Berechnungen.
Eine reale EN-16931-Geschäftsregel ist BR-CO-16: Der Zahlbetrag BT-115 muss dem Rechnungs-Gesamtbetrag mit Umsatzsteuer BT-112 abzüglich des bereits bezahlten Betrags BT-113 zuzüglich des Rundungsbetrags BT-114 entsprechen.
Ob ein konkreter Empfänger eine Behörde ist oder welchen Inhalt er in BT-10 erwartet, ergibt sich nicht allein aus einer allgemeinen Schematron-Regel. Solche Anforderungen benötigen eine passende CIUS, Portalregel oder Empfängervorgabe.
Bedeutung in der Praxis
KoSIT veröffentlicht aktualisierte technische Prüfartefakte für XRechnung. Eine Validierung vor dem Versand ist empfehlenswert, aber laut BMF keine unmittelbare Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung. Ob ein Fehler zur Ablehnung führt, hängt von Schweregrad, Regelwerk und Empfängerprozess ab.
Häufige Fragen zu Schematron (Validierungsregeln)
?Kann eine ZUGFeRD-Rechnung Schematron-Fehler enthalten?
Ja. Die strukturierten Daten werden abhängig vom Profil gegen fachliche Regeln geprüft. Ein Fehler kann die automatische Verarbeitung verhindern, muss aber anhand des konkreten Regelwerks und Schweregrads bewertet werden.
Offizielle Quellen
Verwandte Begriffe
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