BT-32: Verkäufer-Steuernummer
BT-32 steht in der XRechnung für Verkäufer-Steuernummer. Es beschreibt die Lieferantenseite und ist für Identifikation, Steuerprüfung und Stammdatenabgleich wichtig. Das Feld ist nicht immer verpflichtend, beeinflusst aber oft Annahme, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung. Texte sollten fachlich präzise sein und keine leeren Platzhalter oder PDF-Reste enthalten.
Pflicht, Definition und Praxiskontext
Das Feld ist nicht in jeder Rechnung Pflicht, kann aber für Routing, Steuerlogik oder saubere Folgeprozesse trotzdem entscheidend sein.
[BR-AE-02]-An Invoice that contains an Invoice line (BG-25) where the Invoiced item VAT category code (BT-151) is "Reverse charge" shall contain the Seller VAT Identifier (BT-31), the Seller Tax registration identifier (BT-32) and/or the Seller tax representative VAT identifier (BT-63) and the Buyer VAT identifier (BT-48) and/or the Buyer legal registration identifier (BT-47).
Offizielle Regelreferenzen (validator v2026-01-31, schematron v2.5.0): BR-AE-02, BR-AE-03, BR-AE-04, BR-E-02, BR-E-03, BR-E-04, BR-AF-02, BR-AF-03
- Es beschreibt die Lieferantenseite und ist für Identifikation, Steuerprüfung und Stammdatenabgleich wichtig.
- Optional heißt in der XRechnung nicht automatisch unwichtig: Viele Empfängerprozesse nutzen das Feld trotzdem operativ.
- Texte sollten fachlich präzise sein und keine leeren Platzhalter oder PDF-Reste enthalten.
Typische Fehler bei BT-32
- Das Feld als optional zu behandeln, obwohl der jeweilige Empfängerprozess oder Sonderfall es faktisch benötigt.
- Unspezifische Freitexte oder Platzhalter zu übertragen, die beim Empfänger keine klare Bedeutung haben.
- Abhängige Felder und verbundene Regeln nicht gemeinsam zu prüfen, obwohl genau dort viele Validator-Fehler entstehen.
Werte, Format und Eingabehinweise
- Nur fachlich belastbaren Inhalt übertragen, keine dekorativen PDF-Texte.
- Freitext knapp, eindeutig und ohne widersprüchliche Zusatzinfos halten.
- Wenn Codes oder Referenzen existieren, diese bevorzugen und Text nur ergänzend nutzen.
XML-Mapping für UBL und CII
cac:AccountingSupplierParty/cac:Party/cac:PartyTaxScheme/cbc:CompanyID[boolean(normalize-space(.))]Originalregeln und deutsche Einordnung
Originaltext bleibt als Referenz sichtbar[BR-AE-02|fatal|EN16931-UBL] [BR-AE-02]-An Invoice that contains an Invoice line (BG-25) where the Invoiced item VAT category code (BT-151) is "Reverse charge" shall contain the Seller VAT Identifier (BT-31), the Seller Tax registration identifier (BT-32) and/or the Seller tax representative VAT identifier (BT-63) and the Buyer VAT identifier (BT-48) and/...
[BR-AE-03|fatal|EN16931-UBL] [BR-AE-03]-An Invoice that contains a Document level allowance (BG-20) where the Document level allowance VAT category code (BT-95) is "Reverse charge" shall contain the Seller VAT Identifier (BT-31), the Seller tax registration identifier (BT-32) and/or the Seller tax representative VAT identifier (BT-63) and the Buyer VAT id...
Verwandte BT-Felder mit direktem Einfluss
Umsatzsteuerkategorie-Code der Rechnungsposition
BT-151 legt die Umsatzsteuerkategorie pro Rechnungsposition fest und ist einer der häufigsten Auslöser für Validator-Fehler. Falsche Kategorien reißen nicht nur die Steuerberechnung, sondern auch Ausnahmeregeln wie Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers oder Steuerbefreiung mit.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Verkäufers
BT-31 übermittelt die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Verkäufers und wird in steuerlich sensiblen Konstellationen schnell kritisch. Gerade bei Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, innergemeinschaftlichen Fällen oder Plattformprüfungen darf die Kennung weder fehlen noch im falschen Format geliefert werden.
Enddatum des Liefer- oder Rechnungszeitraums
BT-63 steht in der XRechnung für Enddatum des Liefer- oder Rechnungszeitraums. Es stützt Lieferbezug, Leistungsnachweis und Abgleich mit Bestellung oder Wareneingang. Das Feld ist nicht immer verpflichtend, beeinflusst aber oft Annahme, Nachvollziehbarkeit und Automatisierung. Datumswerte gehören im XML in ein sauberes, maschinenlesbares Format.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Erwerbers
BT-48 ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Erwerbers und wird bei grenzüberschreitenden oder umsatzsteuerlich besonderen Rechnungen relevant. Falsche oder veraltete Nummern lösen oft Steuer- und Plausibilitätsfehler aus, obwohl die Rechnung optisch stimmig wirkt.
Aus Theorie sofort eine valide XML machen
Nutze BT-32 nicht nur als Nachschlagepunkt. Prüfe den Feldwert direkt im Generator oder lass bestehende XMLs gegen die KoSIT-Regeln validieren, bevor der Empfänger ablehnt.
FAQ zu BT-32 vor dem XML-Versand
Antworten zu Kategorie, Pflichtgrad und typischen Validator-Fallen auf Basis offizieller XRechnung- und Peppol-Quellen.
Wie trage ich BT-32 Verkäufer-Steuernummer korrekt in der XRechnung ein?Aufklappen
Für BT-32 gelten immer der offizielle Feldbegriff, der Datentyp Text und die Kardinalität 0..1. 0..1 bedeutet für BT-32 höchstens einmal. Der Wert muss maschinenlesbar im XML stehen und darf nicht nur im PDF sichtbar sein. Texte knapp, eindeutig und ohne dekorative PDF-Reste oder Platzhalter ins XML übernehmen. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-151, BT-31, BT-63 und BT-48.
Was muss ich bei BT-32 in der Kategorie Verkäuferdaten besonders beachten?Aufklappen
BT-32 ist Teil der Verkäuferdaten. Offizielle Regeln verlangen für den Verkäufer vollständige, konsistente Stammdaten, damit Steuerstatus, Zuständigkeit und Identifikation maschinenlesbar ausgewertet werden können. Fehler in Name, Adresse, Land oder Steuerkennungen fallen deshalb besonders schnell auf. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-AE-02, BR-AE-03 und BR-AE-04.
Wann sollte BT-32 trotz Optional-Status trotzdem gesetzt werden?Aufklappen
Optional heißt in XRechnung nicht nebensächlich. Setze BT-32, wenn der konkrete Geschäftsfall, der Empfängerprozess oder gekoppelte Daten es fachlich verlangen. Sobald das Feld im XML auftaucht, muss es vollständig, fachlich passend und regelkonform befüllt sein. Direkt mitprüfen sollten Sie BT-151, BT-31, BT-63 und BT-48.
Wann darf BT-32 leer bleiben und wann löst es Folgeprüfungen aus?Aufklappen
BT-32 kann leer bleiben, wenn Ihr Szenario die Angabe nicht benötigt und kein Empfänger sie vorgibt. Sobald Sie das Feld jedoch setzen, greifen die offiziellen Format-, Kardinalitäts- und Kopplungsregeln. Besonders relevant auf dieser Seite sind die Regelreferenzen BR-AE-02, BR-AE-03 und BR-AE-04.