Österreichischer Rechnungsstandard

ebInterface-Rechnungen automatisch erstellen, prüfen und umwandeln

ebInterface ist das XML-Format, in dem österreichische Unternehmen ihre E-Rechnungen an den Bund schicken. Im Enterprise-Plan richtet RechneX ein, dass aus Ihren ERP-Daten oder PDFs gültige ebInterface-Dateien entstehen und eingehende ebInterface-Rechnungen geprüft oder in XRechnung umgewandelt werden.

Beispielbelege per E-Mail an kontakt@rechnex.de
  • ebInterface 6.1, 6.0, 5.0 und 4.3
  • Schema und Bundvorgaben getrennt geprüft
  • Pflichtfelder für den Bund formal geprüft
  • Umwandlung von und nach XRechnung
  • Peppol BIS Billing 3.0 als zweiter Weg
  • Pilot mit Ihren echten Rechnungen

Ausschnitt einer ebInterface-Datei

So ist eine österreichische E-Rechnung aufgebaut

Version 6.1
  1. <Invoice xmlns="http://www.ebinterface.at/schema/6p1/"Der Namespace nennt die Version: 6p1 steht für ebInterface 6.1.
  2. GeneratingSystem="RechneX"
  3. DocumentType="Invoice" InvoiceCurrency="EUR">
  4. <InvoiceNumber>2026-0418</InvoiceNumber>
  5. <InvoiceDate>2026-10-20</InvoiceDate>
  6. <Biller>…</Biller>
  7. <InvoiceRecipient>
  8. <OrderReference>
  9. <OrderID>…</OrderID>Die Auftragsreferenz. Für Rechnungen an den Bund Pflicht, ohne gültigen Wert nimmt das Portal die Rechnung nicht an.
  10. </OrderReference>
  11. </InvoiceRecipient>
  12. <Details>…</Details>
  13. <Tax>…</Tax>
  14. <TotalGrossAmount>1440.00</TotalGrossAmount>
  15. <PayableAmount>1440.00</PayableAmount>Beträge stehen mit Dezimalpunkt, nicht mit Komma.
  16. </Invoice>

Im Enterprise-Plan eingerichtet

RechneX erzeugt diese Struktur aus Ihren Rechnungsdaten, prüft sie gegen Schema und Bundvorgaben und wandelt bei Bedarf in XRechnung oder Peppol BIS um.

Versionen im Überblick

Welche ebInterface-Version nimmt der Bund an?

Stand Oktober 2026 laut Bundesportal e-rechnung.gv.at und AUSTRIAPRO. Die Version erkennen Sie am Ende des Namespace, zum Beispiel 6p1 für Version 6.1.

  • ebInterface 7.0

    noch offen

    angekündigt

    Für das vierte Quartal 2026 angekündigt, mit Syntax-Binding zur EN 16931. Das Bundesportal führt sie noch nicht.

  • ebInterface 6.1

    6p1

    aktuell

    Verfügbar seit August 2022, vom Bundesportal empfohlen und die richtige Wahl für neue Anbindungen.

  • ebInterface 6.0

    6p0

    angenommen

    Brachte den Erweiterungsmechanismus für eigene Zusatzdaten.

  • ebInterface 5.0

    5p0

    angenommen

    Berücksichtigt erstmals die Inhalte der EN 16931-1.

  • ebInterface 4.3

    4p3

    angenommen

    Älteste angenommene Version, eine Abkündigung ist derzeit nicht geplant.

  • ebInterface 4.0 bis 4.2

    4p0 bis 4p2

    abgekündigt

    Seit 6. April 2022 nicht mehr angenommen.

  • ebInterface 3.0 und 3.02

    3p0, 3p02

    abgekündigt

    Seit Jänner 2016 nicht mehr angenommen.

Formatvergleich

ebInterface, XRechnung und Peppol BIS im Vergleich

Alle drei sind XML-Rechnungen, die Software ohne Abtippen verarbeitet. Sie unterscheiden sich in Schema, Bezug zur EN 16931 und darin, welcher Empfänger sie annimmt.

  • Herausgeber

    ebInterface: AUSTRIAPRO mit Unterstützung der WKO

    XRechnung: KoSIT im Auftrag des IT-Planungsrats

    Peppol BIS Billing 3.0: OpenPeppol

  • Syntax

    ebInterface: Eigenes XML-Schema

    XRechnung: UBL 2.1 oder UN/CEFACT CII

    Peppol BIS Billing 3.0: UBL 2.1

  • EN 16931

    ebInterface: Berücksichtigt die Inhalte, ist aber keine Syntax der Norm. Syntax-Binding mit 7.0 angekündigt

    XRechnung: Nationale Ausprägung (CIUS) der Norm

    Peppol BIS Billing 3.0: Ausprägung (CIUS) der Norm für das Peppol-Netzwerk

  • Bund Österreich

    ebInterface: Angenommen in 4.3 bis 6.1, nicht über Peppol

    XRechnung: Nicht auf der Formatliste

    Peppol BIS Billing 3.0: Angenommen, auch über Peppol

  • Typischer Einsatz

    ebInterface: Rechnungen an den österreichischen Bund und an österreichische Unternehmen

    XRechnung: Rechnungen an deutsche Behörden und Unternehmen

    Peppol BIS Billing 3.0: Grenzüberschreitende Rechnungen über Access Points

01

Was ist ebInterface?

ebInterface ist der österreichische Standard für elektronische Rechnungen im XML-Format. Entwickelt und gepflegt wird er im Arbeitskreis E-Billing von AUSTRIAPRO, unterstützt von der Wirtschaftskammer Österreich. Eine ebInterface-Datei enthält alle Rechnungsangaben als strukturierte Daten: Rechnungsnummer und Datum, Rechnungssteller und Empfänger mit UID-Nummer, Positionen, Umsatzsteuer, Summen und Zahlungsangaben. Die empfangende Software übernimmt diese Daten, ohne dass jemand sie abtippt.

Das Wurzelelement heißt Invoice, auch wenn das Dokument eine Gutschrift oder eine Endabrechnung ist. Welche Art von Beleg vorliegt, steht im Attribut DocumentType. Die Spezifikation von ebInterface 6.1 kennt neben der normalen Rechnung die Gutschrift, die Endabrechnung, die Vorauszahlungsrechnung, die Rechnung für eine Teillieferung, das Gutschriftsverfahren sowie Nachbelastung und Nachentlastung.

Am häufigsten begegnet ebInterface bei Rechnungen an den österreichischen Bund. Seit 1. Jänner 2014 müssen dessen Vertragspartner strukturierte E-Rechnungen einbringen, und ebInterface ist dort neben UBL 2.1 eines der beiden zugelassenen Formate. Laut einem Fachbeitrag der WKO ist ebInterface das in Österreich am weitesten verbreitete Format für XML-Rechnungen. Wie Rechnungen an den Bund insgesamt ablaufen, beschreibt unsere Seite zur E-Rechnung in Österreich.

02

Welche ebInterface-Version gilt aktuell?

Aktuell ist ebInterface 6.1, verfügbar seit 25. August 2022. Das Bundesportal e-rechnung.gv.at nimmt die Versionen 6.1, 6.0, 5.0 und 4.3 an und empfiehlt 6.1. Die Versionen 4.0 bis 4.2 verarbeitet es seit 6. April 2022 nicht mehr, für 4.3 gibt es derzeit keine Pläne zur Abkündigung.

Welche Version eine Datei hat, verrät der Namespace des Wurzelelements. Bei Version 6.1 lautet er http://www.ebinterface.at/schema/6p1/, bei 6.0 endet er auf 6p0, bei 5.0 auf 5p0 und bei 4.3 auf 4p3. Der Namespace ist nur eine Kennung und keine abrufbare Seite.

Mit Version 6.0 kam ein Erweiterungsmechanismus für eigene Zusatzdaten hinzu. Version 6.1 hat unter anderem die Below-the-Line-Positionen zurückgebracht, mit denen sich nicht steuerbare Beträge wie Verzugszinsen oder durchlaufende Posten neben der eigentlichen Rechnungssumme angeben lassen. Für neue Anbindungen ist 6.1 deshalb die richtige Wahl.

Für das vierte Quartal 2026 hat AUSTRIAPRO ebInterface 7.0 mit einem Syntax-Binding zur EN 16931 angekündigt. Das Bundesportal führt die Version noch nicht. RechneX richtet sie ein, sobald das Portal oder Ihr Empfänger sie annimmt.

03

ebInterface vs. XRechnung und Peppol BIS: die Unterschiede

XRechnung ist das deutsche Gegenstück. Beide sind XML-Rechnungen, die Behörden von ihren Lieferanten verlangen, technisch haben sie aber wenig gemeinsam. Die XRechnung setzt die europäische Norm EN 16931 in den Syntaxen UBL oder CII um. ebInterface hat ein eigenes Schema mit eigenen Elementnamen und eigener Struktur. Eine XRechnung lässt sich deshalb nicht umbenennen und beim österreichischen Bund einreichen, und eine ebInterface-Datei passt nicht in einen deutschen XRechnung-Eingang.

Peppol BIS Billing 3.0 ist die europäische Variante auf Basis von UBL. Der österreichische Bund nimmt UBL 2.1 an, über das Peppol-Netzwerk sogar ausschließlich in diesem Format. Alle Bundesdienststellen sind dort unter einer gemeinsamen Peppol-ID erreichbar, die zuständige Stelle ermittelt das Portal aus der Auftragsreferenz. Für Unternehmen, die in mehrere Länder fakturieren, ist Peppol oft der einfachere gemeinsame Nenner. Wer überwiegend an österreichische Empfänger fakturiert und eine Software mit ebInterface-Export nutzt, bleibt meist bei ebInterface.

Zwischen den Formaten lässt sich umwandeln, solange jede Pflichtangabe auf beiden Seiten einen Platz hat. AUSTRIAPRO stellt dafür Mapping-Bibliotheken als Open Source bereit. Schwierig wird es bei Details: bei der Auftragsreferenz, bei Steuerkategorien, bei Rabatten und Zuschlägen auf Belegebene oder bei der Leitweg-ID, die eine deutsche Behörde erwartet und die eine österreichische Rechnung gar nicht kennt. Jede umgewandelte Datei gehört deshalb noch einmal gegen das Zielformat geprüft.

04

ebInterface prüfen: Schema, Testumgebung und Bundregeln

Eine ebInterface-Prüfung hat zwei Stufen. Die erste prüft die Datei gegen das XML-Schema der jeweiligen Version: Stimmen Elemente, Reihenfolge, Datentypen und Pflichtfelder? Für einzelne Dateien bieten die ebInterface-Labs der WKO diese Schemaprüfung kostenlos an, für die Versionen 3.0 bis 6.1. Die zweite Stufe prüft die Regeln des Empfängers. Der österreichische Bund verlangt zum Beispiel eine gültige Auftragsreferenz der bestellenden Dienststelle. Fehlt sie oder ist sie ungültig, nimmt das Portal die Rechnung nicht an, auch wenn die XML-Datei technisch einwandfrei ist.

Einen Probelauf mit den Prüfungen des Bundesportals erlaubt die Testumgebung des Finanzministeriums. Dort laden Sie eine Testrechnung hoch und sehen Prüfergebnis und Vorschau, ohne dass die Rechnung an eine Dienststelle geht. Welche Rechnungsmerkmale und Zusatzangaben der Bund verlangt, steht auf unserer Seite zur E-Rechnung in Österreich. Hat ein Unternehmen keine UID-Nummer, sieht ebInterface den Platzhalter ATU00000000 vor.

Ein Schema prüft nur, ob ein Feld formal passt. Ob der Steuerbetrag zum Steuersatz passt oder die Positionen die Gesamtsumme ergeben, klärt erst eine rechnerische Prüfung. RechneX führt Schema-, Regel- und Rechenprüfung im Enterprise-Plan getrennt aus und weist die Ergebnisse getrennt aus. Ob eine Auftragsreferenz zu Ihrer Bestellung gehört, stellt allerdings erst das Bundesportal fest. Der kostenlose Validator auf rechnex.de prüft XRechnung und ZUGFeRD, ebInterface-Dateien verarbeitet er nicht.

05

ebInterface-Rechnung erstellen: die Wege im Überblick

Für einzelne Rechnungen gibt es kostenlose Werkzeuge. Im ebInterface-Formular der WKO erstellen Sie eine Rechnung im Browser. Für Rechnungen an den Bund verweist die WKO allerdings auf das Webformular im Bundesportal, das nach der Anmeldung über das Unternehmensserviceportal bereitsteht. Der ebInterface-Service prüft eine fertige Datei und erzeugt daraus ein PDF mit Zahlungs-QR-Code.

Eine Reihe von Buchhaltungs- und ERP-Programmen kann ebInterface direkt exportieren. AUSTRIAPRO führt eine Liste von Anbietern, die ebInterface nach eigenen Angaben umgesetzt haben, mit den jeweils unterstützten Versionen.

Anders sieht es aus, wenn Rechnungen regelmäßig aus einem System ohne passenden Export kommen. Jede Rechnung, die jemand von Hand in ein Formular überträgt, ist eine Fehlerquelle, und eine Umwandlung per Knopfdruck im Browser lässt sich nicht in einen automatischen Ablauf einbauen. Die Labs erzeugen in der Richtung ebInterface nach XRechnung außerdem die Version 2.2, während deutsche Empfänger heute XRechnung 3.0 erwarten. Die zugrunde liegende Mapping-Bibliothek kann inzwischen auch XRechnung 3.0 ausgeben, die Weboberfläche bietet das aber nicht an.

RechneX setzt dort an, wo diese Werkzeuge aufhören: bei wiederkehrenden Rechnungen, bei Schnittstellen und bei Prüfregeln für bestimmte Empfänger.

06

ebInterface aus ERP-Daten oder PDF-Rechnungen erzeugen

Die beste Grundlage sind strukturierte Daten aus Ihrem System, etwa ein Export, eine Schnittstelle oder eine Datei, die Ihr ERP ohnehin für den Versand erzeugt. Auch CSV-Exporte oder Excel-Listen mit festem Aufbau eignen sich. RechneX ordnet diese Daten den ebInterface-Elementen zu, ergänzt fehlende Angaben aus abgestimmten Quellen wie dem Kundenstamm und erzeugt die Datei in der Version, die Ihr Empfänger braucht.

Gibt es nur das Rechnungs-PDF, liest RechneX die Angaben aus dem Beleg aus. Bei wiederkehrenden Layouts wird die Erkennung im Enterprise-Plan auf Ihre Vorlagen abgestimmt, wie bei unseren ERP-Anbindungen für deutsche Formate. Werte, die nicht eindeutig im Beleg stehen, legt RechneX Ihrem Team zur Prüfung vor, bevor eine Datei entsteht.

Für die Übergabe an den Bund gibt es mehrere Wege: Sie laden die Datei nach der Anmeldung über das Unternehmensserviceportal im Bundesportal hoch, oder Sie übertragen sie per Webservice. Über das Peppol-Netzwerk nimmt der Bund nur UBL an. Für diesen Weg erzeugt RechneX aus denselben Daten eine Peppol-BIS-Rechnung. Welcher Weg passt, hängt von Ihrem Volumen und Ihrer vorhandenen Technik ab. Bei Bedarf übergibt RechneX die fertige Datei auch über eine API an Ihr eigenes System zurück.

07

ebInterface-Rechnungen empfangen und weiterverarbeiten

Auch deutsche Unternehmen bekommen ebInterface-Rechnungen, meist von Lieferanten aus Österreich. Die deutsche E-Rechnungspflicht gilt nur, wenn Rechnungssteller und Empfänger beide in Deutschland ansässig sind, so steht es in § 14 Abs. 2 UStG. Eine Rechnung eines österreichischen Lieferanten ohne deutsche Betriebsstätte muss deshalb keine XRechnung sein. Welches Format Sie annehmen, vereinbaren Sie mit dem Lieferanten.

Ein Programm, das XRechnung und ZUGFeRD einliest, kann mit einer ebInterface-Datei nur dann etwas anfangen, wenn es dieses Format ausdrücklich unterstützt. RechneX prüft eingehende ebInterface-Dateien im Enterprise-Plan, stellt sie als lesbare Rechnung dar und wandelt sie in XRechnung um, damit sie in Ihren gewohnten Rechnungseingang passen. Die Originaldatei bleibt erhalten, denn sie ist der eigentliche Beleg.

Typische Stolpersteine

Warum ebInterface-Rechnungen zurückkommen

  • Das Schema ist gültig, der Bund lehnt trotzdem ab

    Fehlt die Auftragsreferenz oder passt sie nicht zur Bestellung, kommt die Rechnung zurück, obwohl die XML-Datei technisch korrekt ist.

  • Versionen laufen aus

    Das Bundesportal hat ältere ebInterface-Versionen schon zweimal abgekündigt. Ein Export, der jahrelang funktioniert hat, wird irgendwann nicht mehr angenommen.

  • Zwei Länder, zwei Formate

    Wer nach Österreich und Deutschland liefert, braucht ebInterface oder Peppol für den einen Empfänger und XRechnung oder ZUGFeRD für den anderen.

  • Handarbeit im Webformular

    Jede Rechnung, die jemand aus dem ERP abtippt, kostet Zeit und bringt Tippfehler bei Beträgen, UID-Nummern und Referenzen mit sich.

Der RechneX-Ansatz

ebInterface aus Ihren Daten, geprüft und automatisch übergeben

  • Daten aus Ihrem System übernehmen

    RechneX liest Export, Schnittstelle oder PDF und ordnet jede Angabe dem passenden ebInterface-Element zu.

  • In zwei Stufen prüfen

    Zuerst das Schema der gewählten Version, danach die Vorgaben des Empfängers, beim Bund also vor allem die Auftragsreferenz.

  • Zwischen Formaten umwandeln

    Aus einer ebInterface-Rechnung wird eine XRechnung für den deutschen Rechnungseingang, aus Ihren Rechnungsdaten bei Bedarf eine Peppol-BIS-Datei.

  • Ohne Handarbeit übergeben

    Die fertige Datei geht zurück an Ihr System, in den Upload beim Bund oder über Peppol an den Empfänger, je nachdem, was eingerichtet ist.

AVV

Ihre Rechnungsdaten werden datenschutzgerecht verarbeitet, Dienstleister und Löschfristen sind dokumentiert. Jede ebInterface-Datei wird vor der Übergabe gegen Schema und Empfängerregeln geprüft.

Aufbau einer ebInterface-Rechnung

Die wichtigsten Elemente und was hineingehört

Die Elementnamen stammen aus der Spezifikation von ebInterface 6.1. Welche Felder Ihr Empfänger zusätzlich verlangt, klären wir anhand Ihrer Rechnungen.

InvoiceNumber

Rechnungsnummer und Datum

InvoiceNumber und InvoiceDate sind Pflicht. Das Datum steht im Format JJJJ-MM-TT, Beträge in der ganzen Datei mit Dezimalpunkt.

Biller

Rechnungssteller mit UID

Name, Anschrift und UID-Nummer des leistenden Unternehmens. Ohne UID-Nummer wird der Platzhalter ATU00000000 eingetragen.

OrderReference

Auftragsreferenz des Empfängers

Steht unter InvoiceRecipient/OrderReference/OrderID. Bei mehreren Bestellungen wird die Referenz je Position angegeben. Für den Bund ist sie Pflicht.

ListLineItem

Positionen

Beschreibung, Menge mit Einheit, Einzelpreis, Rabatte oder Zuschläge und der Steuersatz jeder Position unter Details/ItemList.

Tax

Umsatzsteuer je Satz

Bemessungsgrundlage, Prozentsatz und Steuerbetrag je Steuersatz. Steuerfreie Positionen werden mit einem Befreiungsgrund ausgewiesen.

PaymentMethod

Zahlbetrag und Zahlungsweg

PayableAmount nennt den zu zahlenden Betrag. Als Zahlungsweg sind unter anderem Überweisung mit IBAN, SEPA-Lastschrift und Zahlungskarte vorgesehen.

Vom Beispiel zum Regelbetrieb

So richten wir ebInterface bei Ihnen ein

  1. 1

    Beispielrechnungen senden

    Sie schicken zwei bis drei anonymisierte Rechnungen und sagen uns, an wen sie gehen: an den Bund, an Unternehmen in Österreich oder an Kunden in Deutschland.

  2. 2

    Datenquelle und Version festlegen

    Wir klären, ob ein Export, eine Schnittstelle oder das PDF die Grundlage wird und welche ebInterface-Version Ihr Empfänger verlangt.

  3. 3

    Felder zuordnen und Regeln hinterlegen

    Auftragsreferenz, UID-Nummern, Steuersätze, Rabatte und Zahlungsangaben werden zugeordnet. Die Vorgaben des Bundes kommen als zweite Prüfstufe hinzu.

  4. 4

    Pilotdateien prüfen

    Wir erzeugen Testdateien, prüfen sie gegen Schema und Empfängerregeln und gleichen sie mit Ihrem Rechnungsbild ab.

  5. 5

    In den Regelbetrieb gehen

    Nach Ihrer Freigabe laufen die Rechnungen automatisch. Fälle mit Fehlern landen in einer Prüfliste für Ihr Team und gehen nicht ungeprüft an den Empfänger.

Was Sie erwarten können

Klar abgegrenzt, bevor die erste Rechnung läuft

  • ebInterface 6.1 als Standard, ältere Versionen, wenn Ihr Empfänger sie verlangt

  • Schemaprüfung und Empfängerregeln werden getrennt ausgewiesen

  • Die Auftragsreferenz wird vor dem Versand gegen die Vorgabe geprüft

  • Umwandlung zwischen ebInterface, XRechnung und Peppol BIS mit erneuter Prüfung

  • Ihr ERP bleibt das führende System für Ihre Rechnungen

  • Unklare Angaben gehen zur Prüfung an Ihr Team

  • Originaldatei und Prüfergebnis bleiben gemeinsam nachvollziehbar

  • Einrichtung und Preis richten sich nach Volumen und Übergabeweg

Quellen

Spezifikation, Bundesportal und Rechtsgrundlagen

WKO, Bund und Gesetzestexte, geprüft am 20.10.2026

Häufige Fragen

ebInterface verständlich beantwortet

Was ist ebInterface?

ebInterface ist der österreichische XML-Standard für elektronische Rechnungen. Der Arbeitskreis E-Billing von AUSTRIAPRO pflegt ihn mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Österreich, und der österreichische Bund nimmt ihn als Format für E-Rechnungen an. Die aktuelle Version ist 6.1, verfügbar seit August 2022.

Welche ebInterface-Version sollte ich verwenden?

Für neue Anbindungen Version 6.1. Das Bundesportal e-rechnung.gv.at nimmt derzeit die Versionen 6.1, 6.0, 5.0 und 4.3 an. Die Versionen 4.0 bis 4.2 und 3.x verarbeitet es nicht mehr.

Wann kommt ebInterface 7.0?

AUSTRIAPRO plant die Veröffentlichung für das vierte Quartal 2026. Version 7.0 soll ein Syntax-Binding zur EN 16931 erhalten. Das Bundesportal nimmt sie noch nicht an, für Rechnungen an den Bund bleibt bis dahin 6.1 die empfohlene Version.

Ist ebInterface dasselbe wie XRechnung?

Nein. Beide sind XML-Rechnungen für die öffentliche Verwaltung, aber mit unterschiedlichem Schema. XRechnung ist der deutsche Standard nach EN 16931, ebInterface der österreichische mit eigener Struktur. Eine Datei passt nicht ohne Umwandlung in den Prozess des jeweils anderen Landes.

Kann man eine XRechnung in ebInterface umwandeln?

Ja, wenn alle Pflichtangaben vorhanden sind. Für den österreichischen Bund muss die Auftragsreferenz enthalten sein, die eine XRechnung nicht von selbst mitbringt. RechneX richtet die Umwandlung in beide Richtungen im Enterprise-Plan ein und prüft das Ergebnis gegen das Zielformat.

Wie prüfe ich eine ebInterface-Datei?

Für einzelne Dateien bietet die WKO unter labs.ebinterface.at eine kostenlose Schemaprüfung. Sie zeigt, ob die Datei zur angegebenen Version passt. Ob die Rechnung die Vorgaben des Bundes erfüllt, etwa eine gültige Auftragsreferenz, ist damit noch nicht geprüft. Einen Probelauf mit den Prüfungen des Bundesportals erlaubt die Testumgebung test.erechnung.gv.at. RechneX prüft im Enterprise-Plan beide Stufen getrennt und automatisch. Der kostenlose RechneX-Validator ist für XRechnung und ZUGFeRD gebaut und verarbeitet ebInterface nicht.

Gibt es eine Testumgebung für ebInterface-Rechnungen an den Bund?

Ja. Das Finanzministerium betreibt unter test.erechnung.gv.at eine Testumgebung. Dort laden Sie eine Testrechnung hoch und sehen Prüfergebnis und Vorschau, ohne dass die Rechnung an eine Dienststelle geht.

Wie öffne ich eine ebInterface-Datei?

Eine ebInterface-Datei ist eine XML-Datei. Jeder Texteditor kann sie öffnen, gut lesbar ist sie dort aber nicht. Die ebInterface-Labs der WKO zeigen sie als HTML- oder PDF-Druckansicht an. In RechneX Enterprise erscheint sie als lesbare Rechnung und kann in XRechnung umgewandelt werden. Der kostenlose RechneX-Viewer zeigt XRechnung und ZUGFeRD an, ebInterface-Dateien öffnet er nicht.

Reicht Peppol statt ebInterface?

Für Rechnungen an den österreichischen Bund ja, denn er nimmt auch Peppol BIS Billing 3.0 im UBL-Format an. Dafür brauchen Sie Zugang zu einem Peppol Access Point, einen USP-Zugang brauchen Sie auf diesem Weg nicht. Eine ebInterface-Datei lässt sich über Peppol nicht einbringen. Ob ein österreichischer Geschäftskunde Peppol-Rechnungen empfangen kann, klären Sie mit ihm direkt.

Ist ebInterface EN-16931-konform?

ebInterface berücksichtigt seit Version 5.0 die Inhalte der EN 16931-1, ist aber keine ihrer beiden Syntaxen, denn das sind UBL und CII. Mit Version 7.0 ist ein Syntax-Binding zur Norm angekündigt. Wer heute eine Rechnung braucht, die in mehreren EU-Ländern gleich funktioniert, nutzt meist Peppol BIS. RechneX kann ebInterface-Daten dafür in Peppol BIS oder XRechnung umwandeln.

Muss eine ebInterface-Rechnung signiert werden?

Nein. Eine Signatur ist in Österreich nicht vorgeschrieben. Nach § 11 UStG müssen Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit gewährleistet sein, und das Verfahren dafür ist frei wählbar, etwa ein innerbetriebliches Steuerungsverfahren oder die Übermittlung über USP oder Peppol. Das Bundesportal verlangt keine Signatur, nimmt signierte Rechnungen aber an.

Kann RechneX ebInterface direkt aus unserem ERP erzeugen?

Ja, im Enterprise-Plan. Wir prüfen anhand Ihrer Beispielrechnungen, ob ein Export, eine Schnittstelle oder das PDF die Grundlage wird, und richten Zuordnung, Prüfung und Übergabe darauf ein. Einen fertigen Connector für jedes System setzen wir dabei nicht voraus.

Was kostet ebInterface bei RechneX?

Die Einrichtung ist Teil des Enterprise-Plans und wird nach Volumen, Datenquelle und Übergabeweg angeboten. Für einzelne Rechnungen ohne Automatisierung sind die kostenlosen Werkzeuge der WKO meist die günstigere Wahl.

Dürfen deutsche Unternehmen ebInterface-Rechnungen annehmen?

Ja. Die deutsche E-Rechnungspflicht gilt nur zwischen Unternehmen, die beide in Deutschland ansässig sind. Die Rechnung eines österreichischen Lieferanten ohne deutsche Betriebsstätte fällt nicht darunter. Welches Format Sie annehmen, vereinbaren Sie mit dem Lieferanten. Damit die Rechnung in einen XRechnung-Eingang passt, kann RechneX sie umwandeln.

Anfrage zu ebInterface

ebInterface für Ihre Rechnungen nach Österreich einrichten

Sie kommen von unserer Seite zu ebInterface, dem österreichischen E-Rechnungsformat. Nennen Sie uns Ihr Rechnungssystem, die Empfänger in Österreich und Ihr monatliches Volumen. Wir melden uns innerhalb eines Werktags mit einer Einschätzung zu Datenquelle, Version und Übergabeweg.

Sie brauchen nur gelegentlich eine einzelne ebInterface-Rechnung? Dafür reicht meist das kostenlose Formular der WKO. Für wiederkehrende Abläufe, Umwandlungen und die Anbindung Ihrer Systeme beraten wir Sie hier persönlich.

Ihre Anfrage bezieht sich auf: ebInterface, E-Rechnung für Österreich

Dateien lassen sich hier nicht hochladen. Anonymisierte Beispielrechnungen senden Sie bei Bedarf per E-Mail an kontakt@rechnex.de.

  • • Persönliche Rückmeldung statt automatischer Standardantwort
  • • Einschätzung zu Integrationsweg und kritischen Belegarten
  • • Klare nächste Schritte für Beispielbelege und technische Abstimmung

ebInterface in Ihren Rechnungsablauf einbauen

Schicken Sie uns eine anonymisierte Rechnung und sagen Sie, an wen sie gehen soll. Wir prüfen, welche Daten Ihr System schon liefert, welche ebInterface-Version Ihr Empfänger braucht und wie die Datei ohne Handarbeit zu ihm kommt.

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